Tipps und Infos für Flüchtlinge und Paten

Sie sind neu in Deutschland? Wir haben einige der wichtigsten Informationen und hilfreiche Tipps für den Alltag zusammengestellt.

  • Ansprechpartner

    Gemeinschaftsunterkunft Beilngries GU (ehemals Hotel Gallus)

    Leiter und Hausmeister der GU vor Ort, Tel. 08461 6069239, beilngries@eu-homecare.com

    Sozialarbeiterin Frau Miriam Spagl, Tel. 0160 99445846, miriam.spagl@caritas-eichstaett.de
    Montag, Dienstag und Donnerstag in der GU

     

    Dezentrale Unterkünfte in Beilngries und den Ortsteilen

    Sozialarbeiter Caritas Asylsozialberatung Beilngries
    (Pfarrgasse 5, 92339 Beilngries)

    • Frau Miriam Spagl, Tel. 0160 99445846, miriam.spagl@caritas-eichstaett.de, Mittwoch von 12:30 bis 16:00 Uhr
    • Herr Sebastian Stadali, Tel. 0171 3013165, sebastian.stadali@caritas-eichstaett.de, Montag von 9:00 bis 12:00 Uhr

    Kümmerinnen

    • Frau Kirstin Probst, Tel. 0172 8576173
      Erreichbarkeit: Montag bis Freitag von 9:00 bis 12:30 Uhr und von 14:00 bis 18:30 Uhr
    • Frau Kathrin Weber, Tel. 0172 8576108
      Erreichbarkeit: Montag bis Freitag von 8:00 bis 12:00 Uhr

    Bürozeiten "Altes Feuerwehrhaus":

    • Dienstag von 16:30 bis 19:00 Uhr, Mittwoch und Donnerstag von 09:00 bis 12:30 Uhr

     

  • Arbeit

     

    Arbeitsgenehmigung

    Für die Dauer der Pflicht, in einer fortführenden Aufnahmeeinrichtung (gilt nicht für Erstaufnahmeeinrichtungen) zu wohnen, (nach dem Asylverfahrenbeschleunigungsgesetz vom 24.10.15 jetzt bis zu 3 Monate), darf ein Asylbewerber keine Erwerbstätigkeit ausüben. Sofern die Arbeitsagentur zustimmt, können Asylbewerber anschließend einer Beschäftigung nachgehen. Sie haben einen nachrangigen Zugang zum Arbeitsmarkt. Der Arbeitgeber muss ein Formular (Pendelbrief) ausfüllen und beim Ausländeramt abgeben. Die Bundesagentur für Arbeit unterzieht den Antrag einer Arbeitsmarkt- und Tarifprüfung und fällt innerhalb von 2-3 Wochen eine Entscheidung.

    Nach dem absoluten Beschäftigungsverbot während des Aufenthalts in der Erstaufnahmeeinrichtung ist Asylbewerbern und Geduldeten künftig die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nach Ablauf von 15 Monaten gestattet, ohne vorherige Prüfung, ob ein Vorrang von Deutschen oder Bewerbern aus EU-Mitgliedstaaten besteht. Asylbewerber dürfen nach 15-monatigem gestatteten Aufenthalt in Deutschland auch bei Zeitarbeitsfirmen beschäftigt werden. Dazu muss ebenfalls ein Antrag auf Arbeitsgenehmigung beim Ausländeramt gestellt werden. Wenn eine Arbeitserlaubnis erteilt wird, werden im Ausweis (Aufenthaltsgestattungs- oder Aufenthaltsduldungsdokument) Arbeitgeber und Arbeitszeiten eingetragen. Nach 4 Jahren Aufenthalt ist die Arbeitsaufnahme in der Regel ohne Zustimmung der Ausländerbehörde erlaubt. Eine Arbeitsaufnahme muss immer beim Sozialamt gemeldet werden. Die monatlichen Gehaltsabrechnungen müssen dem Amt für soziale Angelegenheiten vorgelegt werden. Das monatliche Arbeitseinkommen des Asylbewerbers und dessen Familienangehörigen, die im selben Haushalt leben, ist vorrangig zur Bestreitung des Lebensunterhalts heranzuziehen. Dem Asylbewerber wird jedoch ein Freibetrag eingeräumt, welcher 25 % des Einkommens beträgt, dabei aber höchstens 50 % der Höhe des maßgeblichen Betrags zur Deckung des Existenzminimums umfassen darf. Möglicherweise sind Unterkunftsgebühren für die Asylbewerberunterkunft zu entrichten. Zustimmungsfrei sind Praktika, Berufsausbildungen, Freiwilligendienste und die Arbeitsaufnahme Hochqualifizierter (auch hier 3-Monats-Frist).

    Maßnahmen der Agentur der Arbeit

    Die Agentur für Arbeit möchte Asylbewerber/-innen beim Einstieg in das Arbeitsleben unterstützen. Das Angebot umfasst u.a. die Beratung über den regionalen Arbeitsmarkt, die Vermittlung in geeignete Arbeitsstellen, sowie Qualifizierungsmaßnahmen für Asylbewerber/-innen und Geduldete im Asylverfahren. Voraussetzung ist die Anmeldung bei der Agentur für Arbeit in Eichstätt.

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  • Ärzte in Beilngries

    Nachfolgende Ärzte dürfen mit einem Behandlungsschein - empfangen beim Sozialarbeiter - aufgesucht werden.

    • Allgemeinärztin Dipl.-Med. Claudia Kuhn
      Josef-Pilland-Straße 2, 92339 Beilngries
      Tel. 0 84 61 / 72 08
    • Allgemeinärztin/Naturheilverfahren Kathrin Mathis
      Hauptstraße 32, 92339 Beilngries
      Tel. 0 84 61 / 6 06 36-0, Fax 0 84 61 / 6 06 36-26
    • Allgemeinarzt/Naturheilkunde Wolfgang Brand
      Ottmaringer Straße 3, 92339 Beilngries
      Tel. 0 84 61 / 4 10
    • Allgemeinarzt Richard Meißner
      Finkenstraße 6, 92339 Beilngries
      Tel. 0 84 61 / 73 96
    • Allgemeinarzt Dr. med. Matthias Bauer, Dr. Verena Brendle, Johann Wunderle
      Ingolstätter Straße 32, 92339 Beilngries
      Tel. 0 84 61 / 4 99 62-00, Fax 0 84 61 / 4 99 62-29
    • Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Homöopathie Dr. med. Doris Geissler
      Ingolstädter Straße 32, 92339 Beilngries
      Tel. 0 84 61 / 77 55, Fax 0 84 61 / 91 76
    • Frauenarztpraxis Friedrich Schütz, Mathias Wilde, Dr. Stefanie Borris
      Ingolstädter Straße 32, 92339 Beilngries
      Tel. 0 84 61 / 60 63 53-0, Fax 0 84 61 / 60 63 53-43
    • Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin Dr. med. Malte Bräutigam, Manuel Petsch
      Kevenhüller Straße 4, 92339 Beilngries
      Tel. 0 84 61 / 77 99, Fax: 0 84 61 / 60 51 93
    • Zahnarzt Dr. med. dent. Lorenz Meid & Partner
      Bräuhausstraße 36, 92339 Beilngries
      Tel. 0 84 61 / 82 18, Fax: 0 84 61 / 91 60
    • Zahnarzt Dr. med. Dr. med. dent. Wilhelm Wöhrl
      Hauptstraße 26, 92339 Beilngries
      Tel. 0 84 61 / 85 20
    • Zahnarzt Dr. Peter Scharnagl, Dr. Judith Bächer, Dr. Heike Jung
      Drosselstraße 7, 92339 Beilngries
      Tel. 0 84 61 / 70 05-99, Fax 0 84 61 / 70 05-98
    • Zahnarzt Dr. Uwe Rühle
      Ingolstädter Straße 36, 92339 Beilngries
      Tel. 0 84 61 / 94 94
  • Asylverfahren
    Wichtige Informationen für die Durchführung eines Asylverfahrens in Deutschland: download
    Informationsfilm für Flüchtlinge zur Anhörung im BAMF in 14 Sprachen: Film Anhörung
    Die Anhörung im Asylverfahren: http://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/infoblatt_anhoerung/Infoblatt_Asyl_dt_2015fin.pdf
    Kostenlose Rechtsberatung: http://www.lawclinicmunich.de/wie-bekomme-ich-hilfe/anhoerung
  • Aufnahme in die gesetzl. KV
    Nach 15 Monaten haben Flüchtlinge mit Aufenthaltsgestattung oder Duldung Anspruch auf eine Krankenversicherungskarte. Damit ist direkt ein Arztbesuch möglich. Für Fragen der Kostenübernahme ist dann die Krankenkasse zuständig. Dies vereinfacht den Ablauf erheblich. Die Karte muss allerdings selbst beantragt werden.
  • Ausbildung

    Die Aufnahme einer Ausbildung bedarf keiner Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit, hier ist die Änderung der Aufenthaltsgestattung durch die Ausländerbehörde ausreichend. Die Aufnahme jeglicher Arbeits- bzw. Ausbildungsstellen ist dem Amt für soziale Angelegenheiten rechtzeitig zu melden und die Nachweise über die Vergütung vorzulegen.

    Praktikum

    Praktika sind während des laufenden Asylverfahrens möglich, sowohl unentgeltlich als auch entgeltlich. Beim Ausländeramt ist ein Antrag (Pendelbrief) einzureichen. Dieses entscheidet dann über den Antrag.

    Studium

    An immer mehr deutschen Universitäten bekommen Flüchtlinge die Chance, ein Studium aufzunehmen, auch wenn ihnen die notwendigen Dokumente dafür fehlen. Sie müssen natürlich über die dazu erforderlichen Qualifikationen und über ausreichende Sprachkenntnisse verfügen. Die Hochschulen bieten meist studienvorbereitende Deutschkurse an. Flüchtlinge können für ein Studium Leistungen nach dem BAföG in der Regel dann bekommen, wenn sie ein von der Ausbildung unabhängiges Aufenthaltsrecht in Deutschland besitzen. Darüber hinaus ist ein BAföG-Antrag auch für Menschen mit Migrationshintergrund mit einer „Duldung“ möglich – allerdings erst nach einer ununterbrochenen Mindestaufenthaltsdauer in Deutschland von vier Jahren. Weitere Infos gibt die Broschüre "Förderung und Beratung für Zugewanderte in Studium, Abitur und Spracherwerb"

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  • Bankkonto
    Um ein Konto zu eröffnen, wird die Aufenthaltsgestattung, die Meldebescheinigung und der Leistungsbescheid des Landratsamtes benötigt. Bei der Eröffnung sollte eine gute Verständigung auf Deutsch möglich sein und auf die Begleitung durch Dolmetscher oder andere Asylbewerber, die gut Deutsch sprechen nicht verzichtet werden. Das Konto kann bei jeder Bank eröffnet werden.
  • Bildungs und Teilhabepaket
    Asylbewerber haben für ihre Kinder und Jugendliche unter 25 Jahren einen gesetzlichen Anspruch auf Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket.
    Aus dem Bildungspaket können gefördert werden:
    • Mehraufwendungen für das gemeinsame Mittagessen in Kita, Schule und in der Kindertagespflege.
    • Lernförderung, wenn nur dadurch das wesentliche Lernziel erreicht werden kann.
    • Kultur, Sport, Mitmachen: mtl. 10 €.
    • Persönlicher Schulbedarf (z. B. Schultasche, Schreibmaterialien), zu Beginn des Schuljahres 70 € und im Februar 30 €
    • Ausflüge: Kosten ein- und mehrtägiger Ausflüge von Schulen, Kitas und Kindertagespflege (z. B. für Klassenfahrten)
    • Schülerbeförderung: Aufwendungen für Schülerbeförderung zu einer weiterführenden Schule (falls die Schülerfahrkarte auch privat nutzbar ist, ist im Regelfall ein Eigenanteil von 5 Euro monatlich zu tragen).
    Auch junge Erwachsene bis zum 25. Lebensjahr können einen Anspruch auf die meisten dieser Leistungen haben (z.B. zum Besuch einer Berufsschule).
  • Brille, Zahnersatz, Hörgeräte
    Kosten für eine Brille, Hörgerät etc. werden nicht übernommen (Ausnahme: Kinder). Kosten für Zahnersatz nur in begründeten Ausnahmefällen. Notwendigkeit muss durch den Zahnarzt begründet werden (Überprüfung durch Amtsarzt).
  • Deutschunterricht (ehrenamtlich)

    Für Asylbewerber gibt es kein einheitliches Angebot an Deutschförderung. Freie Träger bieten öffentlich finanzierte Sprach- und Orientierungskurse an, deren Plätze oft begrenzt sind. Ehrenamtliche geben häufig in Unterkünften Deutschkurse oder unterstützen Familien und Einzelpersonen, um die deutsche Sprache zu erlernen. etc.).

    Deutschkurse / Ehrenamtliche Sprachförderung

    Das Bayerische Sozialministerium unterstützt ehrenamtlich getragene/veranstaltete Deutschkurse für Asylbewerber mit einer Pauschale von 500 € (Auszahlung durch die lagfa bayern e.V.). Bewerben können sich lokale Initiativen/Träger. Der Deutschkurs muss regelmäßig im Umfang von mindestens 2 Unterrichtsstunden mit 45 Minuten/Woche stattfinden und insgesamt mindestens 50 Unterrichtseinheiten umfassen. Mindestens 5 Teilnehmer müssen den Kurs besuchen und der Nachweis muss durch eine Unterschriftenliste an den ersten 3 Terminen erbracht werden. Der Deutschkurs muss mindestens 3 Monate dauern. Die Pauschale ist für Sachkosten wie z. B. Materialkosten, Mietkosten für Schulungsraum, Fahrtkosten etc. gedacht. Die Pauschale kann gewährt werden, wenn der lagfa bayern e. V. im Antrag die Durchführung eines Deutschkurses zu oben genannten Voraussetzungen durch Unterschrift bestätigt wird. Die lagfa lädt regelmäßig über einen Emailverteiler Interessierte zu Austauschtreffen und zu Schulungen ein.

    Kostenloser Sprachuntericht über das Internet: https://de.duolingo.com

  • Dolmetscher
    Die Asylbewerber, die im Landkreis Eichstätt untergebracht werden, sprechen die unterschiedlichsten Sprachen. Zwar bemühen sich die Helferkreise redlich, die Deutschkenntnisse der Flüchtlinge zu verbessern - bieten Unterricht an und übernehmen Lesepatenschaften - doch für kompliziertere Sachverhalte reichen diese zumeist nicht aus und Dolmetscher sind in der Regel Mangelware. Vor Gericht und im Rahmen des Asylverfahrens beim Bundesamt für Migranten steht dem Asylbewerber ein amtlicher Dolmetscher zur Seite. Bei alltäglichen Problemen in der sozialen Betreuung hingegen müssen ehrenamtliche Helfer häufig auf Übersetzer aus den Reihen der Asylbewerber, die schon länger hier sind, zurückgreifen. Dies klappt meist auch ganz gut. Sollten trotzdem Probleme in der Übersetzung auftauchen, wenden Sie sich bitte an die Asylsozialberatung der Caritas oder die Ehrenamtsstelle im Landratsamt.
  • Freiwillige Rückkehr

    Die Zentrale Rückkehrberatung (ZRB) in Süd- und Südostbayern, hilft Drittstaatenangehörigen und Asylbewerbern bei einer freiwilligen Rückkehr in deren Heimatland. Die ZRB bietet eine ergebnisoffene Beratung für Menschen mit Rückkehrwunsch an, und sie unterstützt diese Zielgruppe bei deren freiwilligen Ausreise. Rückkehrwillige können sich bei der ZRB kostenfrei beraten lassen. Die ZRB kümmert sich im Rahmen ihrer Bestimmungen, Richtlinien und verfügbaren finanziellen Mittel um die Transportkosten, Reisebeihilfe und einer Starthilfe im Heimatland. Sie unterstützt bei der Beschaffung der nötigen Reisedokumente und unterstützt bei der Kostenübernahme durch den dafür zuständigen Kostenträger. Jeder Fall wird als Einzelfall gesehen und betreut. Über die ZRB besteht auch die Möglichkeit in besonderen Fällen eine Einzelfallhilfe zu bekommen. Diese reicht von einer Unterstützung bei der Medikamentenbeschaffung und -versorgung über eine Vermittlung zur Teilnahme an einer Qualifizierungsmaßnahme, eine Existenzgründung im Heimatland bis hin zu einer Nachbetreuung. Da die finanziellen Mittel der Rückkehrberatung jedoch begrenzt sind, kann leider nicht jeder Einzelfall mit einer finanziellen Unterstützung bedacht werden. Ziel ist es, dem Klienten soweit möglich bei einer schnellen Reintegration im Heimatland zu helfen.

  • Führerschein
    Asylbewerber dürfen bereits nach wenigen Monaten arbeiten. Doch auf dem Land sind die Arbeitswege weit. Ohne Führerschein ist es schwer, den Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Nach Beschwerden erleichtert nun das bayerische Innenministerium Asylbewerbern ohne gültige Personalpapiere den Weg zum Führerschein. Anders als bisher dürfen die Behörden jetzt auf die Vorlage von Geburtsurkunde, Personalausweis oder Reisepass verzichten, wenn sie Asylbewerbern einen Führerschein ausstellen. Stattdessen kann ein sogenannter Reiseausweis als Ersatzpapier genügen. Bitte im Einzelfall in der Führerscheinstelle nachfragen.
    Ab dem 01.10.2016 besteht die Möglichkeit, die theoretische Führerscheinprüfung in Arabsich abzulegen.
    Weitere Informationen
  • Gewaltschutz (Frauen und Kinder)

    Die Zahl der Flüchtlinge, die bei uns Schutz und Zuflucht suchen, steigt immer noch an. Es steht derzeit nicht ausreichend Wohnraum zur Verfügung, um besonders alleinstehende Frauen adäquat unterzubringen. Alleinstehende Frauen und Kinder sind besonders vor geschlechtsspezifischer Gewalt zu schützen.

    Der Paritätische Gesamtverband hat deshalb Empfehlungen an ein Gewaltschutzkonzept herausgegeben.

  • GEZ Gebühren
    Asylbewerber sind von den GEZ-Gebühren befreit. Hierfür muss ein Antrag auf Befreiung gestellt werden. Der Antrag muss mit einem Abdruck des aktuellen Bewilligungsbescheides an den ARD, ZDF, Deutschlandradio Beitragsservice, 50656 Köln, geschickt werden. Anträge sind im Internet unter www.rundfunkbeitrag.de veröffentlicht und können dort online ausgefüllt und ausgedruckt werden.
  • Gleichberechtigung

    Das Grundgesetz der Bundesrepublick Deutschland § 3 sagt folgendes aus:

    (1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

    (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

    (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

  • Hotspots / Internet / WIFI
    Internet
    Internet kann in jedem MobileShop beantragt werden. Allerdings ist es kostenpflichtig und muss selbst bezahlt werden. Zur Beantragung wird eine Kontonummer benötigt.
    HotSpots
    • Beilngries, Hauptstr., Haus des Gastes
    • Beilngries, Hauptstr., Rathaus
  • Integrationskurse

    Die Integration von anerkannten Flüchtlingen in das wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Leben der Bundesrepublik Deutschland wird durch die Möglichkeit der kostenlosen Teilnahme an Integrationskursen gefördert und gefordert. Ziel der Integrationskurse ist, den Ausländern die deutsche Sprache, die Rechtsordnung, die Kultur und die Geschichte Deutschlands erfolgreich zu vermitteln.

    Integrationskurse werden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge koordiniert und durchgeführt, das sich hierzu privater oder öffentlicher Träger bedient. Veranstalter sind in der Regel Volkshochschulen. Berechtigungsscheine für die Teilnahme an einem Integrationskurs sind dem Bewilligungsbescheid des BAMF beigefügt oder werden durch das Jobcenter ausgestellt.

    Durch Änderung des Aufenthaltsgesetzes im Oktober 2015 werden nun neben den Integrationskursen auch dreimonatige "Erstorientierungskurse" für nicht anerkannte Asylbewerber/Flüchtlinge, die aus nicht sicheren Herkunftsländern kommen, angeboten.

    Die Formulare zum Antrag auf Zulassung zum Integrationskurs für die Asylbewerber, die schon länger hier sind und deren Asylantrag noch läuft, können in verschiedenen Sprachen unter http://www.bamf.de/formulare heruntergeladen werden.

  • Krankenhaus, Operationen
    Stationäre Klinikaufenthalte und Operationen (auch ambulant) sind - außer in Notfällen - grundsätzlich vorher genehmigungspflichtig. Die entsprechende Verordnung ist beim Amt für soziale Angelegenheiten vorzulegen und wird vom Amtsarzt des Gesundheitsamtes geprüft.
  • Leistungen bei Erkrankungen

    Behandlungskosten für Asylbewerber werden nur bei akuten Erkrankungen und Schmerzzuständen übernommen. Dies bezieht sich auch auf die für die Behandlung notwendigen Arznei- und Verbandmittel. Krankenbehandlungsscheine stellen die zuständigen Mitarbeiter im Sachgebiet Soziales in Eichstätt aus. Pro Quartal ist ein neuer Schein nötig. Zunächst muss ein Allgemeinarzt aufgesucht werden (Ausnahme Kinder-, Zahn- oder bei schwangeren Frauen der Frauenarzt). Stellt dieser einen Überweisungsschein an einen Facharzt aus, so ist dieser zuerst beim Landratsamt (über Sozialarbeiter) einzureichen. Der Amtsarzt überprüft die Notwendigkeit und genehmigt gegebenenfalls die Behandlung durch einen Facharzt.

    Nach 15 Monaten haben Flüchtlinge mit Aufenthaltsgestattung oder Duldung Anspruch auf eine Krankenversicherungskarte (werden von SG 31 in Eichstätt angeschrieben). Damit ist direkt ein Arztbesuch möglich. Für Fragen der Kostenübernahme ist dann die Krankenkasse zuständig. Dies vereinfacht den Ablauf erheblich. Die Karte muss allerdings selber beantragt werden.

    Downloads:

  • Leistungen für Schwangere und Kinder
    Ein Mehrbedarf für Schwangere wird bei Vorlage des Mutterpasses oder einer ärztlichen Schwangerschaftsbestätigung ab der 12. Schwangerschaftswoche in Höhe von 17 % des jeweiligen Regelbedarfs bis zum Ende der Schwangerschaft gewährt. Für Schwangerschaftsbekleidung wird auf Antrag ein Betrag von jeweils 77 € ausgezahlt. Ab 8 Wochen vor der Entbindung können Geldleistungen für die Säuglingserstausstattung beim Sozialamt beantragt werden. Die Kosten für notwendige Vorsorgeuntersuchungen der Schwangeren, Entbindungskosten und die Nachsorgebetreuung durch eine Hebamme werden übernommen. Die Anmeldung bei einer Hebamme sollte möglichst früh erfolgen. Kosten für die notwendigen Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen der Kinder werden übernommen. Die Übernahme der Kosten kann nur im Rahmen des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenversicherung erfolgen!
    Download Essens-Fahrplan für Babys - Deutsch
    Download Essens-Fahrplan für Babys - Englisch
    Download Essens-Fahrplan für Babys - Arabisch
  • Müllentsorgung
    Die Entsorgung von Müll ist zentral geregelt und die Pläne für die einzelnen Orte können hier gefunden werden:
    http://www.beilngries.de/muellabfuhr/

    Es ist folgendes zu beachten:
      Gelbe Säcke können beim Hausmeister/Unterkunftsleiter bzw. im Rathaus abgeholt werden und folgendes kommt in den gelben Sack:
      • Margarine-, Sahne-, Pudding- und Joghurtbecher
      • Schalen für abgepacktes Obst und Gemüse, Schalen von MikroweIlen-Gerichten
      • Chips- und Erdnusstüten
      • Getränkekartons für Saft und Milch, Vakuumverpackungen (bei Kaffee z.B.)
      • Konserven- und Getränkedosen, leere Spraydosen
      • Weichspülerflaschen etc.
      • Kunststoff-FoIien und Plastiktüten

      Altpapier kommt in die grüne Tonne:
      • Verpackungen aus Papier, Pappe
      • Zigarattenschachteln ohne Kunststoff oder Plastik
      • Zeitungen
      • Alles aus Pappe oder Papier

      Sondermüll:
      • Batterien können in Geschäften abgegeben werden.
      • Sperrmüll (der nicht in die Tonne passt) muss am Wertstoffhof abgegeben werden, bzw. kann nach Absprache abgeholt werden. (siehe Abfallfibel)

      Glas:
      • Pfandflaschen werden wieder im Geschäft abgegeben. (Sie bekommen dann Geld zurück)
      • Glas kann in die bereitgestellten Container geworfen werden.

      Restmüll:
      • Alles was nicht anderweitig verwertbar ist.


    Mehr Informationen können in der Abfallfibel gefunden werden: http://www.landkreis-eichstaett.de
  • Notfälle

    Für die Notfalleinweisung in ein Krankenhaus wird kein Krankenbehandlungsschein benötigt. Bei akuten Problemen können Asylbewerber jederzeit ein Krankenhaus aufsuchen. Das Krankenhaus sendet einen Antrag auf Kostenübernahme an das Landratsamt. Dies gilt auch für die Transportkosten mit dem Notrarzt- oder Krankenwagen. Notfallbehandlungen (z.B. am Wochenende) bei einem Arzt werden mittels Notfallbehandlungsschein von diesem abgerechnet.

    "Der kleine Rotkreuzhelfer" in verschienden Sprachen als Download

  • Polizei
  • Regelbedarfstufen

    Die Höhe der zustehenden Geldleistungen und der Wert der Sachleistungen richten sich nach der jeweiligen Regelbedarfsstufe. Die Höhe der Leistungen wird regelmäßig angepasst und beläuft sich zum Stand 17.03.2016 auf:

    Art der Leistung Alleinstehender /
    Alleinerziehender
    Erwachsene in Partnerschaft lebend Erwachsene ohne eig. Haushalt / Ehepartner Jugendliche 15-18 Jahre Kinder 7 – 14 Jahre Kinder 0 – 6 Jahre
    Verpflegung, Bekleidung, Schuhe und Ges.Pflege 185,14 € 165,70 € 148,79 € 182,94 € 146,74 € 127,12 €
    Taschengeld 135,00 € 122,00 € 108,00 € 76,00 € 83,00 € 79,00 €

    Die Geldleistungen für Verpflegung und das Taschengeld werden, soweit kein Bankkonto eröffnet wurde, am 1. und 2. Werktag des Monats in der Kasse der Stadtverwaltung der Wohngemeinde bar ausbezahlt. Die Auszahlung erfolgt gegen Vorlage der gültigen Aufenthaltsgestattung, Bescheinigung über die Meldung als Asylbewerber oder einer Duldung.

    Bei Überweisung des Geldbetrages auf ein bestehendes Konto muss der Empfänger 1-2 Tage vor dem Ersten des Auszahlungsmonats persönlich in der Kasse der Stadtverwaltung vorsprechen.

  • Reisen in Deutschland
    Für Asylbewerber, die länger als drei Monate in Deutschland sind, gilt seit 1.1.2015 keine räumliche Aufenthaltsbeschränkung (Residenzpflicht) mehr, ihr Aufenthaltsbereich wird auf das gesamte Bundesgebiet erweitert.
    Asylbewerber können also unbeschränkt in der Bundesrepublik reisen, ihr Wohnsitz bleibt jedoch bis zur Entscheidung über den Asylantrag die zugewiesene Unterkunft im Landkreis. Sie müssen auch sicherstellen, dass sie ihre Postsendungen (Vorladungen, Bescheide etc. ) in angemessener Frist in Empfang nehmen können.
  • Rezeptgebühren

    Asylbewerber sind von der Zuzahlungspflicht für Medikamente befreit. Werden freiverkäufliche, nicht verschreibungspflichtige Medikamente gekauft, müssen die Asylbewerber selbst dafür aufkommen. Ausnahme bei Versicherung mit Krankenkassenkarte.

  • Schule und Kindergarten

    Kindergarten

    Kinder von Asylbewerbern haben ab dem Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt einen Anspruch auf einen Krippen- oder Kindergartenplatz. Freie Plätze müssen, am besten mit dem Sozialarbeiter, mit den Einrichtungen geklärt werden. Falls es keine Kapazität mehr in Beilngries gibt, muss eventuell ein Platz in einem Ortsteil oder einer Nachbargemeinde angenommen werden.

    Gebühren werden vom Amt für Jugend und Familie übernommen.

    Die Information für die Eltern kann in den gängigsten Sprachen der Asylbewerber (Deutsch, Englisch, Französisch, Dari und Somali) kostenlos über www.bestellen.bayern.de/shoplink/10010512.htm heruntergeladen werden.

     

    Schule

    Kinder und Jugendliche unterliegen grundsätzlich der allgemeinen Schulpflicht (Ausnahme: in den ersten drei Monaten der Unterbringung). Diese beträgt 12 Jahre, neun Jahre Vollzeit- und drei Jahre Berufsschulpflicht. Anmeldungen der Kinder zum Schulbesuch können ausschließlich bei den örtlichen Schulen mit Hilfe des Sozialarbeiters vorgenommen werden.

     

    Berufsschule

    An der Berufsschule in Eichstätt gibt es die BIJ-V (Vorklasse für BerufsIntegrationsJahr) für berufsschulpflichtige jugendliche Asylbewerber. Die staatliche Berufsschule koordiniert die Beschulung für die Jugendlichen im berufsschulpflichtigen Alter (16-21/25 Jahre). Die Plätze sind allerdings begrenzt. Die Schule entscheidet eigenständig über die Aufnahme der Schüler.

  • Schwangerenberatung
    "Gerade für Asylbewerberinnen, die über ihren Aufenthaltsstatus noch im Unklaren sind und meist noch in einer Asylbewerberunterkunft wohnen, stellt eine Schwangerschaft oft ein schwerwiegendes Problem dar. Für solche Problemlagen kann das Beratungsangebot der Schwangerenberatungsstellen in Anspruch genommen werden. Die Angebote sind kostenlos, vertraulich, ergebnisoffen und auf Wunsch anonym. Manche der betroffenen Frauen entscheiden sich jedoch für einen Schwangerschaftsabbruch(www.profamilia.de)."
  • Trinkwasser und Essen

    In Deutschland ist Trinkwasser aus dem Hahn das am intensivsten kontrollierte Lebensmittel und damit zum Verzehr uneingeschränkt geeignet.

    Download "Guten Appetit"

     

  • Unterkunft
    Die notwendigen Leistungen für die Unterkunft inklusive Ausstattung mit Möbeln und Haushaltsgegenständen werden in Form von Sachleistungen erbracht. Das heißt, dass ein mit allen notwendigen Möbeln und Haushaltsgegenständen ausgestatteter Wohnraum kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Miet-, Heiz- und Nebenkosten sowie Stromkosten trägt der Freistaat Bayern.
  • Vereine
    Wenn sich örtliche Vereine den Flüchtlingen öffnen, können sie Orte für unkomplizierte Begegnungen sein. Deshalb haben viele Vereine bereits spezielle Sportangebote für Flüchtlinge und Asylbewerber angeboten. Damit durch dieses Engagement nicht auch noch zusätzliche finanzielle Belastungen auf die Vereine zukommen, übernimmt der BLSV die kompletten Kosten für eine pauschale Sportversicherung aller Flüchtlinge und Asylbewerber, die an Angeboten der BLSV-Mitgliedsvereine teilnehmen. Die Versicherung ist gültig für alle BLSV-Mitgliedsvereine. Abgedeckt sind Unfall- und Haftpflichtschäden im Rahmen der aktuellen Sportversicherung, die der BLSV für seine Vereine mit der ARAG abgeschlossen hat. Wichtigstes Gebot ist dabei die unbürokratische Abwicklung. Die teilnehmenden Personen müssen dem BLSV nicht gemeldet werden. Die Flüchtlinge und Asylbewerber benötigen keinen Mitgliedsstatus für diese Versicherung.
  • Verkehrserziehung

    In Deutschland gilt "Rechtsverkehr".

    Es ist wichtig, als Verkehrsteilnehmer (Fußgänger und insbesondere Fahrradfahrer) die Verkehrsregeln zu beherrschen. Bevor man sich mit dem Fahrrad im deutschen Verkehr bewegt, sollte man am besten an einem Verkehrssicherheitstraining teilnehmen. Auskunft hierzu gibt die örtliche Polizei.

    Bei Dunkelheit ist, wenn jemand mit dem Fahrrad unterwegs ist, die Beleutchtung am Fahrrad (Vorder- und Rücklicht) und das Tragen einer Warnweste sehr wichtig!

    Downloads:

  • Weitere Leistungen
    In Sonderfällen können weitere Leistungen gewährt werden, die vom Einzelfall abhängig sind und vorher vom Amt für soziale Angelegenheiten genehmigt werden müssen (z.B. Fahrtkosten zur Befragung beim BAMF, Bekleidung wg. Schwangerschaft, Erstausstattung für Säuglinge). Der Antrag muss vor Antritt der Reise zur Befragung bzw. vor dem Kauf von Kleidung oder Erstausstattung dem Amt für soziale Angelenheiten vorliegen! Fahrtkosten zur Befragung beim BAMF oder zur Passbeschaffung oder zur Rückkehrberatung werden in angemessener Höhe (z.B. Bayernticket) nach Vorlage der Fahrkarten erstattet.
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